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Z w e r g g r i f f o n



Die possierlichen ,,Äffchen"


unter den Zwerghunden

 

 

 Belgischer Griffon

Int. Ch. Rex Mawpet

 Brüsseler Griffon                   Petit Brabançon Griffon

           

                                    Lilly Prima Grichia                                Debby Amazing Dream

                                                                                               

In Deutschland konnte sich die Rasse bisher noch nicht recht etablieren, was

bei den vielen Vorzügen dieser lustigen clownesken Liliputaner eigentlich schade

ist.

Wie so manche anderen Zwerghunderassen machten die Zwerggriffons

im Laufe ihrer mehr als 100 jährigen Zuchtgeschichte Hoch und

Tiefs durch. Schon bald nachdem die Rasse aus der Taufe gehoben war,

erlebte sie einen fulminanten sozialen Aufstieg

 

Obwohl nachweislich kleine rauhhaarige Pinscherschläge schon seit

Jahrhunderten in Belgien und benachbarten Ländern existiert haben, gibt es

dennoch keinen gesicherten Beweis dafür, daß Griffons vor Ende des

19. Jahrhunderts als distinkte Rasse gezüchtet wurde.

 


Die Zwerggriffons werden in drei Varietäten


gezüchtet, die nach dem gleichen Standard gerichtet


werden und lediglich in Haarqualität und Farbe


differieren. Man unterscheidet zwischen: Belgischen Griffon: rauhhaarig,

schwarz oder schwarz-lohfarben;


Brüsseler Griffon: rauhhaarig, rot ( weizenfarbig bis mahagonifarben) mit oder

ohne schwarzen Anflug an Schnauze und Kinn und Brabanter Griffon:

kurzhaarig, rot oder schwarz-lohfarben.

Offiziel dürfen alle drei Varianten untereinander gekreuzt werden und können

auch gemeinsam in einem Wurf liegen.


Jedoch ist die Vermischung der beiden rauhhaarigen mit der kurzhaarigen

Varietät nur in gut durchdachten Einzelfällen sinnvoll

( zum Beispiel zur Typ oder Haarverbesserung),


da in solchen Würfen auch Welpen fallen können, die haarstrukturmäßig eine

Mittelstellung einnehmen und den Standardvorgaben nicht entsprechen.

Widersinnigerweise ist die schwarze Kurzhaar-Varietät nicht anerkannt, obwohl

sie, genetisch bedingt, zwangsläufig immer wieder herausmendelt.


Identische Zuchtgeschichte


Ihren Ursprung betreffend gibt es mehrere Hypothesen, von denen jene am

wahrscheinlichsten ist, dass ihre Vorfahren unter den affenpinscherartigen,

struppigen Rattlerhunden zu suchen sind, die man in Belgien


,,Chien Barbu"  ( Bärtiger Hund)


oder ,,Griffon d`Ècurie" (Stallgriffon) nannte.


Diese waren als Strassen und Stallhunde im 18. und 19. Jahrhundert im ganzen

mitteleuropäischen Raum verbreitet. Sie galten als Hunde der kleinen Leute und

erfreuten sich insbesondere in Belgien bei den weniger privilegierten Einwohnern

von Brüssel und bei den Fuhrleuten großer Beliebtheit, da sie nicht nur

anspruchslos in Haltung und Ernährung waren, sondern sich auch als Ratten und

Mäusefänger in den Pferdeställen sowie als schneidige und effiziente Bewacher

der Kutschen nützlich machten.


Alter umstritten


Manche Kynologen halten die Zwerggriffons für eine ziemlich alte Rasse, die

bereits im 15. Jahrhundert existierte. Als Beweis für diese Hypothese führen

sie das Gemälde ,,Die Hochzeit von Giovanni Arnolfini und Giovanna Cenami" von

Jan van Eyck aus dem Jahr 1434 an. Auf diesem ist ein kleiner rauhhaariger

Hund zu sehen, der obwohl langschnäuzig, als früher Griffon Vorfahre

interpretiert wird. Auch weiß man durch ein Gemälde von Jacopo du Empolic

(1554 bis 1640), das Henry III. von Frankreich kleine rauhhaarige Hunde

gehalten hat, bei denen es sich ebenfalls um frühe Vorfahren der heutigen

Griffons gehandelt haben könnte.



Gezielte Zucht ab 1880


Die Knirpse wurden zunächst unter den Namen


,,Chien du gardenville" (städtischer Wachhund),


,,Chien du cocher" (Kutscherhund, Fuhrmannshund)


und ,,Garçon du Petit Waterloo" bekannt.Letztere Bezeichnung leitete sich von

 

dem Rüden, Garçon" des Wirts der Gastwirtschaft ,, Zum kleinen Waterloo"

ab, der als einer Stammväter der neuen Rasse fungierte. Bei der Entstehung

der modernen Rasse sollen Affenpinscher, Mops, Yorkshire Terrier und Toy

Spaniel Pate gestanden haben. Der Kynologe Strebel scheute sich nicht,


den rotgelben Brüsseler Griffon als


,,Belgischer Affenpinscher" zu bezeichnen. Er ging davon aus, dass dieser aus

einer Vermischung von deutschen Affenpinscher und Mops entstanden sei, was

durchaus naheliegt. Aus Holland stammende Möpse sollen jedenfalls bei der

,,Erschaffung" der Zwerggriffons in größerem Umfang als andere Rassen

beteiligt gewesen sein. Den Mopsvorfahren verdanken die Griffons ihren

kräftigen Körperbau, die tiefe Brust, den großen, breiten Kopf mit der sehr

kurzen, aufgewölbten Nase, dem Vorbiß und den großen, runden weit

auseinanderstehenden Augen sowie die schwarze Gesichtsmaske. Durch

Verkreuzung der kurzhaarigen Möpse mit den rauhhaarigen Pinschern fielen in

den Würfen auch immer wieder Welpen mit kurzem Fell. Diese wurden zunächst

als wertlos angesehen und getötet. Später befand man, dass sie die gleichen

Qualitäten wie ihre rauhhaarigen Geschwister aufwiesen. Man beschloß, sie als

eigene Varietät weiterzuzüchten und nannte sie ,, Petit Brabancon" (Kleiner

Brabanter Griffon). Den schwarzen und schwarz lohfarbenen Schlag taufte man

,,Griffon Belge" ( Belgischer Griffon).


Einkreuzung mit Folgen

Später wurde noch der ebenfalls sehr flachnasige King-Charles-Spaniel in

seiner roten Variante ( Ruby ) eingekreuzt. Er soll für die schöne rote Farbe

und den aufgewölbten Kopf der Griffons verantwortlich zeichnen, aber auch für

die des öfteren auftretenden zusammengewachsenen Zehen (,, Schwimmhäute")

und die sehr großen Ohren, die beide unerwünscht sind.Die


belgischen Züchter versuchten zwischen den beiden Weltkriegen, diese Fehler

zu eliminieren, was ihnen auch weitgehend gelang - allerdings unter Verlust

vieler ansonsten wertvoller Blutlinien. Überliefert ist, daß überdies der

Yorkshire Terrier ( in seiner alten, nicht so überreich behaarten Form ) bei

der Herauszüchtung des Griffons Verwendung fand. Das erklärt den feinen

seidigen Haarschopf, der bei den frühen Exemplaren oft zu sehen war und

auch heute noch gelegendlich herausmendelt.

Hochs und Tiefs

Nachdem sich Königin Henrietta Maria von Belgien in diese Hündchen verliebt

hatte und sich eine ganze Meute von ihnen zulegte, machte es ihr der Adel

bald nach. Rasch wurde es in höheren Kreisen Mode, mindestens ein solches

Hündchen zu besitzen. Auch Königin Astrid hielt an dieser Tradition fest.

Ausgelöst durch das Interesse des Könighauses und der Aristokratie, wurde

die Rasse um die Wende zum 20. Jahrhundert herum sehr schnell zum

populären ,,Modehund". Hunderte von Züchtern in ganz Belgien bemühten sich,

den ständig steigenden Bedarf an Welpen zu decken. Zwar brachte der Erste

Weltkrieg die Zucht vorübergehend fast zum Erliegen, aber schon bald danach

schwang sie sich zu neuer, noch größerer, beispielloser


,,Blüte" auf. Man sprach davon, daß in und um Brüssel herum an die 5000

Zuchthündinnen im Zuchteinsatz standen! Dieser Boom gereichte der Rasse

jedoch keineswegs zum Vorteil, da die meisten Züchter nur Welpen

produzierten, um damit schnelles Geld zu verdienen und dabei nicht auf die

Qualität ihrer Hunde achteten. Der Popularitätsverlust, der nach dieser

,,Scheinblüte" einsetzte, hat den kleinen Belgiern nur gut getan und viele

minderwertige Linien wieder ausgemerzt.


Über die Grenzen hinaus beliebt



Die ungewöhnlich rasche Konsolidierung der Rasse trug dazu bei, daß schon

bald auch die britischen Züchter auf sie aufmerksam wurden, so daß in

Großbritannien in der Folge zahlreiche erfolgreiche Zuchtstätten entstanden.

Später fanden die kleinen Griffons auch in den USA und in Skandinavischen

Ländern begeisterte liebhaber und Förderer. In den USA traten die oft nur

zwei Kilogramm oder noch weniger wiegenden Miniatur- Zwerggriffons des

Lalarookh Zwingers nach dem Zweiten Weltkrieg auf

Gehorsamkeitswettbewerben erfolgreich in Konkurenz zu großen Hunden und

trugen damit viel zur wachsenden Popularität der Rasse bei.


In Deutschland gibt es nur wenige Zwerggriffonzüchter.


Charakterlich reizvoll



Alle Zwerggriffons vereinen interieurmäßig Pinscher-/ Terrier- und

Luxus-/Schoßhunde--Eigenschaften harmonisch in sich. Darüber hinaus sind sie

zimlich anspruchslose, anpassungsfähige, robuste und ausgesprochen langlebige

Knirpse, die oft 15 Jahre und älter werden. Mit ihrem lebhaften, sprudelnden

Temperament, ihrem kecken, selbstsicheren Auftreten und ihrer possierlichen,

charmanten Art erfreuen sie jung und alt. Meist bleiben sie bis ins hohe Alter

fit und verspielt, so das man sich lange an ihren drolligen Possen und ihrer

ausdrucksvollen, oft geradezu ,, menschlich" anmutenden Mimik erfreuen kann.

Von ihren Haltern weden sie gerne und ziemlich zutreffend mit Äffchen

verglichen, wozu nicht nur ihr affenartiges Gesichtchen beiträgt, sondern auch

die Tatsache, dass sie im Spiel und bei vielen anderen Gelegenheiten ihre

Vorderpfötchen recht geschickt, fast wie kleine Hände, gebrauchen.

Intelligenz, Feuer und schalkhafter Übermut stralt aus ihrem Blick. Aber sie

können einem mit ihren großen runden Kinderaugen auch fragend-erstaunt oder

ganz melancholisch anschauen. Die rauhhaarigen Hunde erinnern in ihrer

Physiognomie unwillkürlich an alte Seekapitäne mit Schnauz- und Kinnbart,

während die kurzhaarigen Brabanter exterieurmäßig ein wenig an einen

Miniatur- Boxer-Hund gemahnen. Aber das sind Vermenschlichungen, die man

nicht übertreiben sollte.




Vortreffliche Gesellschafter



Als Gesellschafter und Sorgenbrecher für alleinstehende jüngere und ältere

Menschen sind diese originellen Hündchen unübertrefflich. Für ein Leben als

Nur-Schoßhündchen und Stubenhocker sind diese quirligen, energiegeladenen

Kobolde ungeeignet. Da sie recht selbstbewußt und eigenständig sind, benötigen

sie von kleinauf eine konsequente Erziehung. Auf Grund ihrer Intelligenz und

Lernbereitschaft kann man mit ihnen sogar ,, Hundesport" betreiben-soweit

man dabei auf ihre ,,Abmessungen" Rücksicht nimmt. Ihren Menschen

gegenüber geben sie sich anhänglich, sanft und zärtlich und vertragen sich

ausgezeichnet mit anderen Haustieren. Die Rauhhaar-Varietäten werden

getrimmt (handgezupft). Wer sich eines dieser unverständlicherweise wenig

bekannten Hündchen zulegt, wird mit einer unkomplizierten, außerordentlich

charmanten, amüsanten und originellen Hundepersönlichkeit belohnt, der auf

Grund ihrer possierlichen Gestalt und Ausstrahlung schnell alle Herzen zufliegen.

 

 

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