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Ein Weltparlament für die Menschheit

 

Wenn ernsthafte Weltbürger sich eine politisch geeinte Menschheit vorstellen, dann soll diese in der Regel in Form einer demokratischen Weltföderation verwirklicht werden. Niemand mit Vernunft würde ein Weltreich mit einen Weltkaiser, einen zentralistisch geführten Weltstaat oder gar eine Weltdiktatur wünschen. So etwas wäre auch gar nicht durchführbar. Freiwillige Übereinkunft und Globalisierung der Demokratie stehen an oberster Stelle. Zu einer demokratische Weltordnung gehört selbstverständlich auch die Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative, so wie sie bereits in funktionierenden Demokratien rund um den Globus erfolgreich praktiziert wird.

Es dürfte also klar sein, dass die Menschheit dafür eine Weltparlament benötigt, dessen Abgeordnete von den Weltbürgern direkt gewählt werden. Das Europäische Parlament kann dafür ein lebendiges Muster sein. Einem solchen Weltparlament würde die Schaffung einer globalen Rechtsordnung obliegen, welche dann von einer Weltadministration umzusetzen wäre und auf deren Grundlage internationale Gerichte urteilen könnten. Nur so wären eine politisch geeinte Menschheit, und damit globale Gerechtigkeit und dauerhafter Weltfriede, auch nachhaltig zu organisieren. Siehe dazu Jo Leinen / Andreas Bummel in Weltgewissen Nr. 25, Seite 30:

„Die Souveränität der Menschheit und ein Weltparlament" (PDF).

Es gab in der jüngeren Geschichte bereits unterschiedliche Konzepte von einem Weltparlament, die aber größtenteils wegen Bedeutungslosigkeit in Vergessenheit gerieten. Ein Beispiel ist das Weltparlament gemäß des Verfassungsentwurfs der World Constitution and Parliament Associacion, das aus drei Kammern bestehen soll. Die WCPA schickte sich in den letzten Jahrzehnten an, diese Pläne durch die Organisation eines provisorischen Weltparlamentes in die Tat umzusetzen. Ein großer Fehler lag hier darin, es an den Vereinten Nationen vorbei zu versuchen. So sind auch neuere Ansätze der WCPA nach wie vor kaum Erfolg versprechend. Mehr dazu in der Navigation unter Weltverfassung.

Eine deutlich günstiger Position nimmt dagegen die UNPA-Kampagne ein. Als einen ersten entscheidenden Schritt fordern die Initiatoren die Einrichtung einer beratenden Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen, ohne dass dafür eine Änderung der UN-Charta erforderlich wäre. Als anzustrebendes Ziel würde sich daraus eine Weltlegislative aus zwei Kammern ergeben: Das von den Weltbürgern direkt gewählte Weltparlament und die UN-Generalversammlung als Vertretung der nationalen Regierungen. Im Prinzip wäre das so ähnlich wie in Deutschland mit Bundestag und Bundesrat.

Seit März 2017 im Buchhandel:

Jo Leinen / Andreas Bummel – Das demokratische Weltparlament – Eine kosmopolitsche Vision

Dietz Verlag, ISBN 978-3-8012-0492-1

Siehe auch die aktuellen Informationen im Weltbürger-Forum

 

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Appell an Erika und Max Mustermann

Macht die Globalisierung der Demokratie möglich!

Liebe Mustermanns,

die Welt ist schlimm. Sie war schon immer schlimm. Deshalb träumen viele von einer besseren Zukunft. Ihr tut was für euren Traum. Ihr wendet euch gegen Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Vorurteile, Tierquälerei und Gewalt. Ihr helft Mitmenschen, die vor Diktatur, Hunger und Krieg fliehen. Ihr tretet für Gerechtigkeit, Freiheit, Demokratie, Abrüstung, Frieden und den Schutz der Erde als unser aller Lebensgrundlage ein. Ihr wollt eine andere, eine bessere Welt. Ihr seid nicht nur das Volk, ihr seid die Menschheit.

Aber es fehlt die Sicherheit. Es besteht ständig die Gefahr, dass die Ergebnisse aller eurer Bemühungen wieder zunichte gemacht werden. Internationale Verträge sind manchmal nicht die Tinte wert, mit der sie unterschrieben wurden. Zur nachhaltigen Sicherung brauchen wir ein verbindliches, durchsetzbares Weltrecht, statt unverbindlicher, oft undurchsichtiger transnationaler Übereinkünfte. Eine solche Weltrechtsordnung zu schaffen kann nicht die Aufgabe weniger Machthaber oder sogenannter Global Player sein.

Hier ist die Demokratie gefragt. Ihr müsst die Demokratie globalisieren, um die Früchte eurer Arbeit zu sichern. Ohne globale Demokratie sind die für die Umsetzung eines Weltrechts notwendigen Institutionen kaum denkbar oder wären wieder nur Spielbälle der Mächtigen. Deshalb brauchen wir ein demokratisch gewähltes Weltparlament. Ein erster Schritt in die Richtung wäre die Schaffung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen. Dafür läuft bereits eine globale Kampagne:

http://de.unpacampaign.org/

Mein Appell an euch:

Bitte unterstützt diese Kampagne durch eure Zustimmung! Werdet Weltbürger! Macht die Globalisierung der Demokratie möglich! Ohne eure Zustimmung wird es sie niemals geben. Deshalb richte ich meinen Appell an euch, und nicht an eine politische Institution oder Regierung. Ihr besitzt die Souveränität, euch für eine demokratische neue Weltordnung zu entscheiden, für die tatsächlich Vereinten Nationen. Nur so können Gerechtigkeit und Wohlstand weltweit organisiert werden, so dass niemand mehr aus seiner Heimat fliehen muss. Nur so kann die Menschheit gegenwärtige und zukünftigen Weltprobleme bewältigen und den Weltfrieden verwirklichen.

Wir träumen nicht, wir arbeiten daran.

Richard Maxheim